Wie nach 2 Jahren Intensivgespräche, Baustellenmarketing in Gotha NICHT funktionieren sollte! – Ein einfaches Beispiel!

Wie nach 2 Jahren Intensivgespräche, Baustellenmarketing in Gotha NICHT funktionieren sollte! – Ein einfaches Beispiel!

Seit 2 Jahren diskutiere ich als Mitglied des Gewerbeverein Gotha e.V.  in verschiedensten Gremien, wie notwendig ein Baustellenmarketing für Gotha ist!
Ob beim Runden Tisch, zu kommunalpolitischen Meetings oder direkten Dialog mit der Verwaltung und eigentlich zeichnete sich ab, dass unsere Administrative
so langsam auf dieses Thema sensibilisiert wurde. In Anbetracht der angekündigten und notwendigen Sanierung des Hauptmarktes, sah der Gewerbeverein die Notwendigkeit, Baustellenmarketing zu thematisieren.

Und am Ende des Tunnels sah ich als Gothaer Gewerbetreibender plötzlich ein Licht.  – Eine Bauphase in 3 Abschnitten, ein permanenter Ansprechpartner mit Büro im Brühl, als Kummerkasten für betroffene Anwohner & Gewerbetreibende in den 3 Jahren und vorbereitende Bürgerversammlungen, zu diesem Thema aber auch z.B. zur Bauaktivität Friedrichstraße. – Alles als Fortschritt zu sehen.

Alles in Allem ist Hoffnung gewachsen, dass all die Absichten auch in der Praxis funktionieren!

Leider wurde ich als Gewerbetreibender eines Besseren belehrt!

Ich hole jetzt nicht bei der missglückten Umleitung der Eröffnung der Baustelle Mönchelsstraße aus, welche am Montag dem 19.02. 2018 recht unglücklich verlief.
Nach Kontakt der der Verwaltung wurde unmittelbar eine Klärung angestoßen und ich denke, dass mit der Verantwortlichkeit der Beschilderungsfirma nochmals gesprochen wird.
Danke für das schnelle Eingreifen an dieser Stelle!

Doch es sollte noch besser kommen:

Als ich am Dienstag den 20. Februar gegen 08.15 Uhr in meinem Laden in der Mönchelsstraße saß, wurde innerhalb einer Minute auf die Andere, mein Laden durch einen davor abgestellten Baustellen-LKW verdunkelt und 2 Bauarbeiter betätigten eine Steinfräse, mit dem Sie meinen Trittstein vor dem Laden aufschlitzten. „Oh“, dachte ich, „jetzt geht es aber zur Sache!“ – und noch während dieses Gedankens, zogen schon die ersten Schwalle des Steinnebels unter meiner Tür durch und legten sich auf alle meine Geräte welche im Eingang platziert stehen oder hängen und zogen bis nach hinten zu meiner Werkbank, wo offene Kunden-PCs standen.

Als das Ungetüm draußen zum Stillstand kam, suchte ich das Gespräch und fragte das Trupp, ob sie denn nicht wenigstens einmal hätten Klopfen oder Rufen können um Ihre Absichten anzukündigen. So hätte ich noch Bestandsschutz in meinen Räumen nehmen können. – Sehr ärgerlich, meine Frau hatte den ganzen Folgetag mit dem Putzen und Entstauben zu tun.

Zuerst folgte der Nachfrage bei den Bauarbeitern völlige Ignoranz – in dem man dem Blickkontakt zu mir, verärgerten Ladenbesitzer, aus dem Weg ging. Nachdem ich mich dann genervt aufbäumte, gab man mir widerwillig den Namen des Bauleiters und setzte die Arbeit fort. Das war gegen 8.30 Uhr früh und es dauerte übrigens bis gegen 12.00 Uhr, dass eine Brücke den freien Luftweg in meinen Laden ermöglichte, die 2-3 Kunden, welche sich von den Baumaschinen nicht abschrecken ließen, sprangen über den geöffneten Boden oder bahnten Ihren Weg unter der Baggerschaufel, welche rosenbogenartig meinen Eingang versperrte, durch.  – Das geht so nicht!

Was mich aber wirklich nervt, ist die Tatsache, dass wieder niemand uns als Ladenbetreiber, aber auch nicht die ansässigen Anwohner, informierte!
Weder ein Zettel zu den zu ausführenden Bauarbeiten im Briefkasten, noch ein Klingeln an der Haussprechanlage, dass z.B. in der Mönchelsstraße 22 die Autos noch die Einfahrt verlassen können! Das geht so nicht!

Und genau das haben wir seit Jahr und Tag angemahnt. Es geht mir um Himmelswillen nicht um die Baustelle, ich freue mich, wenn Gebäude, Straßen, ja unsere Innenstadt saniert wird.
Aber bei allem Weiterentwickeln, sollte man doch trotzdem Rücksicht nehmen.

Wäre auch nur eine Woche vorher ein Zettel im Briefkasten gewesen, hätte ich als Unternehmer doch Vorbereitungen treffen können.
Ob die Absicherung meiner Ware, eine Marketinginformation für meine Kunden, dass ich trotz „Einschränkungen“ erreichbar bin oder ich hätte auch aus kaufmännischer Sicht für diesen Zeitraum den Laden schließen können, um die Ausfallkosten durch reduzierte Neben- & Personalkosten kompensieren. – Das alles ohne zu Meckern! – Aber so wurde ich echt überrollt und somit massiv getrollt! – Nochmals, das geht so nicht!!!!

In erster Linie ist es mir dabei egal, wer hier Verantwortung zeichnet, der Bauarbeiter, der Bauträger, der Auftraggeber, der Bauantragsteller, das Tiefbauamt mit der Genehmigung, die Dezernatsleitung, die Verwaltung, der Stadtrat, der Oberbürgermeister oder Höhere Gewalten!

Während die hier Benannten, mit Sicherheit pünktlich zum Monatsende ihren Lohn bekommen, muss ich mich als Unternehmer dafür drehen. Drehe ich mich nicht genug oder werde eingeschränkt – ohne die Chance das zu kompensieren, habe ich ein gewaltiges Problem. Meine Kosten laufen weiter, der Vermieter, die Versicherung, die Lieferanten, die Mitarbeiter, die eigenen privaten Lebenshaltungskosten, müssen bedient werden. – Ob durch meine Tür jemand reinkommt oder nicht! Umso ärgerlicher ist das, aus meiner Sicht, dilettantische Auftreten der Baufirma und Derer welche die Baustelle zu verantworten haben, dass Diese Ihren Job nicht richtig machen!

Alles was mir wichtig wäre, ist ein Miteinander und die Absicht so etwas ernst zu nehmen. Und da will ich keine Lippenbekenntnisse hören, sondern Taten sehen.  – Es geht hier nur um eine rechtzeitige Informationspolitik und um entsprechende Auflagen an ausführende Firmen, bzw. die Kontrolle deren Ausführung! – Die Schuldfrage am Status Quo ist mir mittlerweile eigentlich egal, wenn sich so etwas nur nicht wiederholt!

Und nun noch einmal sachlich, wir müssen das in den Griff bekommen, bevor im 4. Quartal 2019 das Projekt Hauptmarkt startet! Am Besten wir  setzen uns nochmals zum runden Tisch mit Vertretern der ortsüblichen Bauträger und der Verwaltung zusammen und besprechen die Ausarbeitung „Baustellenmarketing“, welche von der Verwaltung selber im Zuge der Marketing-treffen, ausgearbeitet wurde! – Wir lösen das Problem nur gemeinsam !

Andreas Dötsch
Gewerbetreibender in der Mönchelsstraße!

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