Überbrückungshilfe III oder Neustarthilfe / Stand 19.02.2021 – Überbrückungshilfe III

Überbrückungshilfe III oder Neustarthilfe / Stand 19.02.2021 – Überbrückungshilfe III

Grund­sätz­lich sind Unter­neh­men, Solo­selb­stän­di­ge und selb­stän­di­ge Ange­hö­ri­ge der Frei­en Beru­fe für den För­der­zeit­raum Novem­ber 2020 bis Juni 2021 antrags­be­rech­tigt, die in einem Monat einen coro­nabe­ding­ten Umsatz­ein­bruch von min­des­tens 30 Pro­zent im Ver­gleich zum Refe­renz­mo­nat im Jahr 2019 erlit­ten haben.

Das Unter­neh­men muss zum Stich­tag 31.12.2020 zumin­dest einen Beschäf­tig­ten (unab­hän­gig von der Stun­den­an­zahl) gehabt haben.

Die Über­brü­ckungs­hil­fe III erstat­tet einen Anteil in Höhe von

  • bis zu 90 % der för­der­fä­hi­gen Fix­kos­ten bei Umsatz­ein­bruch > 70 %
  • bis zu 60 % der för­der­fä­hi­gen Fix­kos­ten bei Umsatz­ein­bruch > 50 % und < 70 %
  • bis zu 40 % der för­der­fä­hi­gen Fix­kos­ten bei Umsatz­ein­bruch > 30 % und < 50 %

im För­der­mo­nat im Ver­gleich zum ent­spre­chen­den Monat des Jah­res 2019.

För­der­fä­hig sind Fix­kos­ten, die bereits in der Über­brü­ckungs­hil­fe II för­der­fä­hig waren. Dar­über hin­aus sind förderfähig:

  • han­dels­recht­li­che Abschrei­bun­gen für Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens in Höhe von 50 Pro­zent des monat­li­chen Abschreibungsbetrages.
  • Per­so­nal­kos­ten, die nicht vom Kurz­ar­bei­ter­geld erfasst sind, wer­den pau­schal mit 20 % der Fix­kos­ten berück­sich­tigt. Dem Unter­neh­men müs­sen hier­für Per­so­nal­kos­ten ent­ste­hen (es dür­fen nicht alle Ange­stell­ten in kom­plet­ter Kurz­ar­beit sein).
  • Bau­li­che Modernisierungs‑, Reno­vie­rungs- oder Umbau­maß­nah­men bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umset­zung von Hygie­nekon­zep­ten, sowie Inves­ti­tio­nen in Digi­ta­li­sie­rung bis maxi­mal 20.000 Euro im Förderzeitraum
  • Wer­be­kos­ten maxi­mal in Höhe der ent­spre­chen­den Aus­ga­ben im Jah­re 2019.

Der Antrag ist zwin­gend durch einen prü­fen­den Drit­ten im Namen des Antrags­stel­len­den über eine digi­ta­le Schnitt­stel­le an die Bewil­li­gungs­stel­len der Län­der einzureichen.

Bis zum 30.06.2022 muss durch den prü­fen­den Drit­ten eine Schluss­ab­rech­nung vor­ge­legt wer­den, in der die tat­säch­li­chen Umsatz­ein­brü­che und die tat­säch­li­chen Kos­ten nach­ge­wie­sen wer­den. Ergibt sich aus der Schluss­ab­rech­nung, dass eine zu hohe För­de­rung gezahlt wur­de, so ist die För­de­rung ent­spre­chend zurück­zu­zah­len. Im umge­kehr­ten Fall kann es auch zu zusätz­li­chen Erstat­tun­gen kommen.

Wenn Sie mit einem Umsatz­ein­bruch rech­nen, bestehen nach­fol­gen­de Alternativen

Vari­an­te 1: (finan­zi­el­le Reser­ven sind aufgebraucht)

Wir bean­tra­gen sofort die Über­brü­ckungs­hil­fe für Sie. Hier­zu benö­ti­gen wir die Vor­la­ge monat­li­cher Auf­stel­lun­gen von geschätz­ten Umsät­zen und Kos­ten bis Juni 2021. Auf­grund der Schät­zun­gen besteht ein erhöh­tes Risi­ko von Anpas­sun­gen bei der Schlussrechnung.

Vari­an­te 2: (finan­zi­el­le Reser­ven noch bis Mai vorhanden)

Wir stel­len den Antrag nach der Buch­hal­tung für das ers­te Quar­tal 2021. Als Basis kön­nen die Wer­te aus der Buch­hal­tung 11/2020 bis 3/2021 genutzt wer­den. Die Anpas­sun­gen bei der Schluss­ab­rech­nung sind, auf­grund tat­säch­li­cher Daten, geringer.

Vari­an­te 3: (aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Reser­ven vorhanden)

Neustarthilfe

Antrags­be­rech­tigt sind selb­stän­dig erwerbs­tä­ti­ge Solo­selb­stän­di­ge. Solo-Selb­stän­dig sind Per­so­nen, die zum Stich­tag 31.12.2020 weni­ger als einen Arbeit­neh­mer (Fak­tor 1,0) beschäf­tig­ten. Die Anzahl der Beschäf­tig­ten ist wie folgt zu ermitteln.

  • Beschäf­tig­te bis 20 Stun­den = Fak­tor 0,5
  • Beschäf­tig­te bis 30 Stun­den = Fak­tor 0,75
  • Beschäf­tig­te über 30 Stun­den = Fak­tor 1
  • Beschäf­tig­te auf 450 Euro-Basis = Fak­tor 0,3

Der Solo­selb­stän­di­ge muss die selb­stän­di­ge Tätig­keit im Haupt­er­werb aus­üben, d.h. dass der über­wie­gen­de Teil der Sum­me der Ein­künf­te (min­des­tens 51 Pro­zent) aus einer gewerb­li­chen (§ 15 EStG) und/oder frei­be­ruf­li­chen (§ 18 EStG) Tätig­keit stammt.

Mit der Neu­start­hil­fe wer­den Solo­selb­stän­di­ge unter­stützt, deren wirt­schaft­li­che Tätig­keit im För­der­zeit­raum 1. Janu­ar bis 30. Juni 2021 Coro­na-bedingt ein­ge­schränkt ist. Solo­selb­stän­di­ge kön­nen ein­ma­lig als Unter­stüt­zungs­leis­tung 50 Pro­zent des im Ver­gleichs­zeit­raum erwirt­schaf­te­ten Refe­renz­um­sat­zes des Jah­res 2019 erhal­ten. Die Neu­start­hil­fe beträgt maxi­mal 7.500 Euro.

Die Neu­start­hil­fe wird in einem ers­ten Schritt als Vor­schuss aus­ge­zahlt, bevor die tat­säch­li­chen Umsät­ze im För­der­zeit­raum fest­ste­hen. Erst ab Juli 2021, wird auf Basis des end­gül­tig rea­li­sier­ten Umsat­zes der Mona­te Janu­ar bis Juni 2021 die Höhe der Neu­start­hil­fe berech­net, auf den die Solo­selb­stän­di­gen Anspruch haben. Solo­selb­stän­di­ge dür­fen die als Vor­schuss gewähr­te Neu­start­hil­fe in vol­ler Höhe behal­ten, wenn sie Umsatz­ein­bu­ßen von über 60 Pro­zent zu ver­zeich­nen hat. Fal­len die Umsatz­ein­bu­ßen gerin­ger aus, ist die Neu­start­hil­fe (antei­lig) zurück­zu­zah­len. Sie ist somit als Liqui­di­täts­vor­schuss zu ver­ste­hen, der im Fal­le eines posi­ti­ven Geschäfts­ver­laufs der oder des Solo­selb­stän­di­gen (antei­lig) zurück­ge­zahlt wer­den muss.

Solo­selbst­stän­di­ge bean­tra­gen die ein­ma­li­ge Neu­start­hil­fe als natür­li­che Per­son im eige­nen Namen direkt über das Online-Tool auf der Sei­te direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen.

Wie geht es für Sie weiter

Sie bean­tra­gen ein Els­ter-Zer­ti­fi­kat und danach die Neu­start­hil­fe selbständig.

Wir sterben !
Überbrückungshilfe III – Wirtschaftliche Hilfen für Unternehmen und Selbstständige

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