Dirk Kollmar-Preis verliehen.

Dirk Kollmar-Preis verliehen.

Absolut preiswürdig!
 Gewerbeverein Gotha vergab erstmals den Dirk Kollmar-Preis.

In der Aula von „Föbi“ ehrte der Gewerbeverein Gotha jüngst beim 3. Jahresempfang herausragende Leistungen, Engagement und Innovation einheimischer Unternehmen. Der Höhepunkt des festlichen Abends: die Premiere der Verleihung des „Dirk Kollmar-Preises“.

Als im vergangenen Jahr das Kaufhaus „moses“ den 1. Gothaer Innovationspreis verliehen bekam, fragten sich Skeptiker, ob es diesen Preis so noch ein zweites Mal geben wird. Sie sollten Recht behalten. Denn mit der zweiten Verleihung, vor wenigen Tagen, erfuhr der Preis, allein durch seinen neuen Namen, eine deutliche Aufwertung. Aus dem Innovationspreis wurde der Dirk-Kollmar-Preis.
Eine Verbindung, die sich förmlich aufdrängte, denn wie kaum ein Anderer stand der am 3. Mai 2014 verstorbene ehemalige Geschäftsführende Gesellschafter der Oettinger Brauerei für Innovation und das Streben, immer besser zu werden, sich weiterzuentwickeln und dabei seine Firma und die Mitarbeiter mitzunehmen, um alle an seinem Erfolg teilhaben zu lassen.
„Genau das ist die Grundlage dieses Preises, den wir zur Förderung des Gothaer Gewerbes und des Mittelstands aus der Taufe gehoben und nun mit dem Namen, zu Ehren von Dirk Kollmar, geadelt haben“, sagt Maik Schulz, Vorsitzender des Gewerbevereins Gotha e. V. „dabei sind wir nicht nur sehr stolz darauf, wir sind vor allem dankbar, dass die Familie den Namen von Dirk Kollmar für diesen Preis freigegeben hat.“
„Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht, haben lange und intensiv in der Familie darüber nachgedacht“, sagt Astrid Kollmar, die Witwe des Verstorbenen, „doch am Ende entschlossen wir uns nach reiflicher Überlegung, der Bitte des Gewerbevereins Gotha zu entsprechen und sehen uns mit dem nun Geehrten in unserer Entscheidung bestätigt.“
Und so fiel es am Ende nicht schwer für die Jury, aus den eingereichten Vorschlägen die Preisträger zu küren. Mit einigem Abstand machte der „symbioun“ e. V. aus Gotha das Rennen und darf sich nun der „erste Dirk-Kollmar Preis-Träger“ nennen. Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Hey in seiner Laudatio sagte, erfüllt der vor sechs Jahren gegründete Verein alle vier der für die Preisvergabe notwendigen Kriterien.
1. Die Wirtschaft soll voran gebracht, hierbei Arbeitsplätze gesichert werden:
Nach seinem Start im Jahre 2009 mit zwei Arbeitskräften hat er mittlerweile zwölf feste Angestellte. Aufgrund der derzeitigen erfolgreichen Entwicklung kann mit einem weiteren Anstieg der Arbeitskräfte gerechnet werden.
2. Besondere Ideen sollen mit großer Kreation erdacht und umgesetzt werden:
Der Verein stellt mit seinem gewachsenen Beratungsangebot eine nicht unerhebliche Größe in Gotha, ja inzwischen in weitern Teilen des Freistaates Thüringen, dar. Wenn es um das weite Feld der Prävention im Gesundheitsbereich geht, führt an „symbioun“ kaum ein Weg vorbei.
3. Ideen sollen keine Vision, sondern praktisch realisiert worden sein:
Der Verein hat es geschafft, in Thüringen zu einer festen Marke zu werden. Mehrere Preise sprechen eine deutliche Sprache. So sicherte sich „symbioun“ 2010 den 1. Platz beim Kinder- und Jugendpreis Thüringen, wurde 2011 mit dem Bundespreis „Land der Ideen“ prämiert und hat seit 2013 eine Kooperation mit dem Thüringer Sozialministerium unter anderem bei den Projekten „Gesunde und glückliche Kinder“ oder „Gesund³ – Weiterbildung zur Facherzieherin Gesundheit“. Man könnte die Aufzählung hier beliebig fortsetzen.
Und schließlich 4. soll er der Steigerung der Lebensqualität im Landkreis Gotha dienen:
Auch hier kann der Preisträger punkten, denn er ist regelmäßig in den Kindergärten und sozialen Einrichtungen unterwegs und sorgt sich um die gesunde Ernährung unseres Nachwuchses. Weil Kindertagesstätten und Schulen nicht immer die Zeit haben, sich selbst hierum zu kümmern, werden hier die Mitglieder vom „symbioun“ e. V. aktiv und setzen sich für Aufklärung & Vorsorge ein.
Doch was bedeutet der Begriff symbioun eigentlich? „Das Wort symbioun kommt aus dem Altgriechischen und ist das Verb zur Symbiose – ‚zusammen‘ und ‚Leben‘. Es steht für unsere Selbstverpflichtung, die Vernetzung und Kooperationen mit allen Akteuren innerhalb und außerhalb des Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitswesens zu suchen, zu fördern und zu unterstützen“, erklärt der Vereinsgründer und -vorsitzender Stefan Heyn, der sich nicht nur völlig überrascht zeigte, sondern sich auch über die Ehrung riesig freute: „Das ist eine ganz besondere Ehre für mich, aber auch für den ganzen Verein. Sehen wir uns doch so in unserer täglichen Arbeit bestätigt. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, in den Lebenswelten von Kindern und ihren Familien die Bedingungen für ein gesundheitsbewusstes Aufwachsen und ein positives Lebensgefühl zu verbessern.“
Kitas und Schulen sind die Institutionen, die Coaching, Beratung und Fortbildung des Vereins „symbioun“ gern in Anspruch nehmen. In über 100 Kindertagesstätten und Schulen im gesamten Freistaat haben die organisationsentwickelnden Angebote bereits genutzt. Ausgewogene Ernährung und Verpflegung, mehr Bewegung und Sport, Entspannung und Stressmanagement, psychische Widerstandsfähigkeit und Konfliktdeeskalation stehen im Mittelpunkt der individuellen Maßnahmenpakete – und das alles im Herzen der Residenzstadt Gotha. Eine tolle Leistung, die auch Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch würdigte und findet, „dass dieser Preis die ,Richtigen‘ getroffen hat. Erst recht durch die Umbenennung des Innovationspreises in ,Dirk-Kollmar-Preis‘. So bleibt sein Name in der Stadt lebendig und in guter Erinnerung.
Was am Ende bleibt, ist die Erinnerung an einen schönen Abend, der ganz im Zeichen des geehrten Vereins und des bedeutenden Namensgebers Dirk Kollmar stand. Nur einen kleinen Schönheitsfehler gab es: Denn anstelle des heimischen „Oettinger“ gab es (nur) „Hasseröder“. Astrid Kollmar nahm es sportlich und bot an, Verleihung des Dirk-Kollmar-Preises in der Oettinger Brauerei durchzuführen – dann auch mit dem „richtigen“ Bier. Maik Schulz nahm das Angebot dankend an.

Jörg Rudolph
Oscar am Freitag, Ausgabe Gotha, November 2015

 

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